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Eine Zeit der Vakanz

Eine Zeit der Vakanz
Eine Zeit der Vakanz
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Heraus-Forderung

Weihnachten heißt nicht
dass alles so bleibt wie es ist
sondern das heißt
dass alles so wird, wie es werden soll
das ist
Aufbruch
Anfang
Anders
das ist
Losgehen
Loslassen
Lösen
das ist die
Zumutung,
die mich
heraus-
fordert.

Gedicht von Andrea Schwarz

Liebe Gemeindemitglieder der Pfarrei St. Peter Montabaur-Stelzenbachgemeinden,

am 31. Oktober haben wir Pfarrer Barthenheier in den Ruhestand verabschiedet. Genau 21 Jahre hat er sehr segensreich in unserer Pfarrei gewirkt, hat Vieles angestoßen und geprägt. Wir haben ihm im Gottesdienst und bei der anschließenden Feier dafür herzlich gedankt. Nun fängt eine „Zwischenzeit“ an. Eine Zeit des Wartens auf einen neuen Pfarrer.
Es erscheint mir irgendwie passend, dass wir diese Zeit mit dem Advent und Weihnachten beginnen können. Das Warten aufs Christkind ist ja sprichwörtlich geworden. Den ganzen Advent hindurch bemühen wir uns, das „Warten“ einzuüben und nicht schon zu viel Festlichkeit vorwegzunehmen. Mit „Warten“ verbinden wir meistens etwas Unangenehmes: Langeweile, Zeit, die man doch eigentlich anders nutzen könnte. Aber wenn ich den Text von Andrea Schwarz lese wird mir klar: das Warten müssen wir nicht als „abwarten“ verstehen, als Zeit, die wir einfach nur totschlagen sollen.

Nicht abwarten, sondern losstarten.

Viel besser ist es doch, und so lese ich auch dieses Gedicht, wenn wir von uns aus Losstarten, Losgehen, auch Loslassen. Wenn wir die Dinge, die uns wichtig sind und die uns antreiben für einen Aufbruch nutzen!
Es gibt sehr Vieles, was sich in unserer Kirche ändern muss. Die Kirche, das sind aber wir alle, die Getauften. Wenn sich etwas ändern soll, müssen wir im Kleinen, vor Ort anfangen. Unser Bischof Georg, der im April zur Visitation in unsere Pfarrei kommen wird, ermutigt ganz ausdrücklich dazu: im deutschlandweiten synodalen Weg, im bistumsweiten Prozess der Kirchenentwicklung und des Transformationsprogrammes.
Gott ist an Weihnachten in einem kleinen Kind auf die Erde gekommen und zeigt uns damit, dass er uns ganz nahe sein will. Das ist vielleicht die „Zumutung“, von der Andrea Schwarz spricht. Gott in unser Mensch-sein, in unsere Gesellschaft, in unsere Stadt und unser Dorf reinzulassen, das ist eine Zumutung. Aber diese Herausforderung lohnt es sich, anzunehmen!
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien auch im Namen des gesamten Pastoralteams ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest!

Ihr Pfarrer Stefan Salzmann, Pfarrverwalter

Stefan Salzmann
Pfarrer, Pfarrverwalter
Ignatius-Lötschert-Straße 2A56410Montabaur
Tel.:02602 99747-0
Fax.:02602 99747-15

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