Simmern
September: Berg Moriah Simmern
Bei unserem Besuch im Gäste- und Tagungshaus Berg Moriah am dritten September leuchtete der Abendhimmel in bunten Farben. Das Haus liegt auf den Ausläufern des Westerwaldes und bietet den Besuchern bei schönem Wetter ein herrliches Panorama mit Blick auf das Rheintal und die Eifel. Pfarrer Peter Lauer, der im Haus Berg Moriah lebt und in der Pfarrei St. Peter und Paul im Kannenbäckerland als Pfarrvikar tätig ist, verbrachte den Abend mit uns. Er erklärte uns die Geschichte des Hauses sowie seine persönliche Verbindung und sein Interesse daran.
In diesem Haus hat die Leitung der religiösen Gemeinschaft (Schönstatt Institut- Diözesanpriester) ihren Sitz und dient ihren weltweiten Institutsmitgliedern als Treffpunkt. Der Name des Hauses ist Programm für die Mitbrüder: So wie der Stammvater Abraham im Ersten Bund auf dem Berg Moriah Gott mit vollem Vertrauen gefolgt ist, wollen auch sie Menschen sein, die den Glauben an den lebendigen Gott zeigen. Die Hauskapelle enthält verschiedene Elemente aus dem Alten Testament, wie den brennenden Dornbusch und die Bundeslade; der Tabernakel des Allerhöchsten wird oft mit Maria in Verbindung gebracht.
Das Haus beherbergt auch den bekannten Dachau-Altar. Im Konzentrationslager Dachau, in der Priesterbaracke, dem sogenannten Block 26, konnten die zahlreichen inhaftierten Priester die tägliche Eucharistiefeier an einem improvisierten Altar feiern. Ein besonderes Ereignis, von dem der Dachau-Altar erzählen könnte, war die Priesterweihe des inhaftierten Diakons Karl Leisner am 17. Dezember 1944 durch einen französischen Bischof. Der selige Karl Leisner hat an diesem Altar seine erste und einzige Messe gefeiert. Die vielen Geistlichen und Laien zeigen uns Freude am Glauben – auch unter unmenschlichen Bedingungen.
Pfarrer Peter Lauer leitete den Wortgottesdienst in der Hauskapelle, während Pastoralassistent Pascal Peil an der Orgel spielte. Der Ausklang des Abends fand anschließend im Kaminraum statt. Pastoralreferentin Kissel-Staude versorgte die vierzig gutgelaunten Besucher mit Backwaren, Trauben und Käsewürfeln. „Es war ein schöner Abend mit vielen Eindrücken“, berichteten einige Gäste.
Am 4. Oktober geht es um 16 Uhr im Wildpark Westerwald in Gackenbach weiter. Wir feiern 800 Jahre Sankt Franziskus und freuen uns auf den im Oktober 2025 wiedereröffneten Park.
Text: Pfarrvikar P. Savio Vaz SAC
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