Weihnachgruß Pfarrer Steffen Henrich

Weihnachten ist doch die schönste Zeit des Jahres!

So hört man es oft. Und gleichzeitig ist Weihnachten auch eine sehr stressige Zeit. Wie viel Arbeit haben in dieser Zeit gerade die Eltern! Das geht schon im Advent los, wenn die Geschenke gekauft werden müssen, wenn man schaut, was an Weihnachten gekocht wird und was man zuvor alles backen muss. Es gibt so viel, an das gedacht werden muss – ich bin mir sicher, Ihnen fällt noch viel mehr ein!

Ich selbst habe schon ganz oft zu Beginn des Advents in Predigten gesagt, dass der Advent eine besinnliche Zeit ist. Und doch spürt man davon nichts. Und obwohl ich dann immer sage: Nehmen Sie sich doch etwas Zeit und versuchen Sie, gerade in dieser hektischen Zeit auch mal ein bisschen zur Ruhe zu kommen, merke ich selbst, wie selten das bei mir klappt.

Gerade die Adventszeit ist im Beruf, in der kirchlichen Seelsorge, eine Zeit, in der vieles auf einmal kommt. Auf der einen Seite die üblichen Aufgaben, dann aber auch ganz viel Vorbereitung auf die Weihnachtstage. Erst wenn Weihnachten dann selbst da ist, komme ich langsam zur Ruhe. Obwohl viele Menschen sagen: „An Weihnachten haben Sie doch so viel zu tun!“, sind es ja „nur“ die Gottesdienste, und ansonsten sind es nicht so viele Dinge, sodass auch ich dort etwas zur Ruhe komme.

Mich erschreckt es immer, wenn ich daran denke, wie viel Aufwand wir in dieser Zeit betreiben, obwohl wir doch die Geburt eines Kindes feiern, das ganz einfach und schlicht in einem Stall geboren wurde. Dieses Kind, das unser Heiland, Retter und Erlöser ist, hat es nicht nötig, so viel Aufsehen zu erregen. Mir zeigt gerade der Blick auf das Kind, dass es oft auch weniger tut. Vielleicht müssen wir selbst lernen, uns etwas zurückzunehmen, um zu erfahren, worum es eigentlich geht. Vielleicht ist es aber auch weniger das Zurücknehmen als vielmehr der Blick auf das Kind in der Krippe. Vielleicht ist das, was wir brauchen, auch manchmal nur die Freude an diesem Kind, in dem Gott zu uns kommt.

Auch wenn diese Zeit eine sehr stressige ist, bin ich dennoch froh darüber. Es freut mich, wie viele Menschen sich gerade in dieser Zeit engagieren – auch bei uns in der Kirche – und es öffnet mir die Augen für die vielen Menschen, die sich das ganze Jahr über bei uns ehren- und hauptamtlich einbringen. Ihnen allen gilt nicht nur mein Weihnachtsgruß, sondern mein tief empfundener Dank für Ihr Engagement! Ich weiß, dass wir als Kirche und Pfarrei nur so wirken können, weil es so viele gibt, die uns unterstützen und helfen – dafür danke ich Ihnen, auch im Namen meines ganzen Pastoralteams!

Und Ihnen allen, ob ehrenamtlich aktiv oder nicht, wünsche ich im Namen der Pfarrei St. Peter Montabaur von ganzem Herzen ein frohes und vor allem gesegnetes Weihnachtsfest. Freuen wir uns gemeinsam, dass Gott Mensch geworden ist und bei uns wohnen will. Das macht dieses Fest und diese Zeit doch so schön!

Ihr Pfarrer Steffen Henrich

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